Was ist im Umgang mit verwahrlosten Tieren im Urlaub zu beachten?

Gerade in südlichen Ländern gibt es sehr viele halb verwilderte Haustiere. Gerade Hunde und Katzen werden hier einfach ausgesetzt und ihrem Schicksal überlassen. Anders als in Deutschland gibt es nicht überall Tierheime, die die Tiere aufnehmen und vermitteln. Stattdessen werden Tierfänger ausgeschickt, die die Tiere einfangen und töten.

Hotelanlagen oft stark betroffen

Gerade Ferienanlagen werden von den Tieren häufig in der Hoffnung auf Futter und ein wenig Zuwendung durch die Touristen aufgesucht. Wer sich von den Hunden und Katzen belästigt fühlte, sollte wissen, dass Beschwerden in dieser Richtung häufig dazu führen, dass die Tiere irgendwie beiseite geschafft werden. Die Menschen, die versuchen, das Elend während ihres Urlaubes zu mildern, müssen sich aber auch darüber im Klaren sein, dass das Füttern dieser Hunde und Katzen dazu führt, dass sie sich weiterhin vermehren. Denn die allermeisten dieser Streuner sind nicht kastriert. Wer Zeuge davon wird, wie Einheimische versuchen, Streuner zu erschlagen oder anderweitig quälen, sollte Kontakt zu Tiernothilfen aufnehmen.

Die Gefahr durch streuende Tiere

Wenn sich jemand dafür entscheidet, eine streunende Katze oder einen herrenlosen Hund zu füttern, sollten einige Verhaltensregeln beachtet werden. Die Tiere sind nicht geimpft und können zahlreiche Erkrankungen und Parasiten übertragen. Niemals sollte ein Tier gestreichelt werden, welches auf Abwehr geht. Denn gerade Bisswunden von Katzen enthalten unwahrscheinlich viele Keime. Die Wunde entzündet sich in warmem Klima besonders schnell, weil das Keimwachstum begünstigt wird. Desinfizieren mit Jod oder Alkohol reicht meist nicht aus. Wer einen Biss abgekommen hat, sollte seine Tetanusimpfung umgehend auffrischen lassen und die Wunde von einem Arzt behandeln lassen. Auch Kratzer sollten unbedingt sofort gereinigt werden. Sobald ein Kratzer dick wird, besonders rot erscheint und Schmerzen verursacht, ist auch hierbei ein Gang zum Arzt unerlässlich. Einige Tiere können auch Tollwut haben. Diese Tiere verhalten sich meist recht auffällig. Ein solches Tier sollte niemals angefasst werden. Auch das Einfangen sollte man Profis überlassen. Tollwütige Tiere müssen keinen Schaum vor dem Maul haben. Teilweise sind sie lediglich etwas orientierungslos oder scheinen besonders zutraulich. Da das zentrale Nervensystem von dem Virus betroffen wird, können Krämpfe, Lähmungen und Gleichgewichtsstörungen auftreten. Im Anfangsstadium haben die Tiere Fieber, Husten, Erbrechen und Durchfall. Schon dann kann ihnen niemand mehr helfen.
Sobald die Tollwut ausgebrochen ist, kann man sie weder bei Mensch noch beim Tier heilen. Sie endet dann immer tödlich!

Parasiten bei Hund und Katze

Streuner haben fast immer Flöhe und Zecken. Die Zecken verbleiben im Normalfall am Tier, Flöhe hingegen wechseln kurzfristig auch mal auf den Menschen. Die Stiche sind zwar an sich harmlos, da sie lediglich etwas jucken, jedoch werden von Flöhen auch Würmer übertragen. Generell haben streunende Hunde und Katzen mit ziemlicher Sicherheit verschiedene Würmer. Die Eier können durch das Putzen im ganzen Fell verteilt werden. Deshalb sollte man sich nach Kontakt immer die Hände waschen und niemals Kleidung oder Gesicht vorher anfassen. Auch wenn sich Wurmerkrankungen durchaus heilen lassen, sind sie nicht besonders angenehm. Der Fuchsbandwurm allerdings kann für den Menschen jedoch lebensbedrohlich werden, und anders als der Name vermuten lässt, werden auch Hunde, Katzen und Nagetiere davon befallen.

Foto von Dennis Vogler – Fotolia

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