Haie – zu Unrecht verkannt

Haie sind, auch durch Filme, zu Unrecht nur als die brutalen, kaltblütigen und sehr gefräßigen Räuber der Meere bekannt, die ohne Gnade alles angreifen, was ihnen über den Weg schwimmt. Dabei entspricht dies nicht der Wahrheit, denn die Gefahr eines Haiangriffs wird oft übertrieben dargestellt. Die Wahrscheinlichkeit, von einem Blitz getroffen zu werden, ist weitaus höher als die einer Haiattacke. In einem Jahr werden durchschnittlich 100 Haiangriffe registriert, ungefähr 5 bis 10 enden tödlich. Vielen dieser Angriffe ging eine Beeinflussung durch den Menschen voraus. Dies kann z. B. Belästigung (durch Anfassen) oder Verwechselung (mit einem Beutetier) sein. Der Hai ist optimal an seinen Lebensraum angepasst, seine Augen beispielsweise sind 10 x lichtempfindlicher als unsere, außerdem sitzen sie seitlich des Kopfes, sodass der Hai über einen fast kompletten Rundum-Blick verfügt. Das Riechzentrum dieses großen Fisches kann bis zu 2/3 der Gehirnmasse ausmachen. Er kann Blut in milliardenfacher Verdünnung wahrnehmen. Der Hai wittert seine Beute schon aus über 75 m Entfernung. Das Gehör ist simpler ausgeprägt als bei Landtieren. Die Ohren befinden sich an beiden Seiten des Kopfes und sind von außen nur als kleine Pore sichtbar. Haie reagieren im Bereich der Niederfrequenztöne. Diese werden z. B. von zappelnden Fischen, singenden Walen, grunzenden Seehunde und kämpfenden Fischen abgegeben. Auch hochempfindliche Schwingungen können sie wahrnehmen, diese werden von kranken oder verwundeten Tieren produziert.

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